Vortrag "Wie weit ist's zum Mond? - Peter Kolb als Mitarbeiter bedeutender astronomischer Projekte um 1700"

Um 19 Uhr im Gewölbe des Alten Schlosses

In den Jahren 2025 und 2026 steht ein besonderes Doppel-Jubiläum an, denn der 350. Geburtstag und 300. Todestag des bedeutenden fränkischen Astronomen und Afrika-Forschers Peter Kolb (1675-1726) fällt in diese beiden Jahre. 2025 wurde das Jubiläum bereits in Kolb's Geburtsort Marktredwitz (Dörflas) begangen, 2026 wird es in Neustadt an der Aisch gefeiert, wo Kolb bis zu seinem Tod als Rektor der hiesigen Lateinschule wirkte. Dazu soll im Juni eine Vortragsreihe in den Museen im Alten Schloss Kolbs Leben und Wirken vorstellen.

Am 30.06. spricht als dritter Referent Dr. Hans Gaab aus Fürth zum Thema "Wie weit ist's zum Mond? - Peter Kolb als Mitarbeiter bedeutender astronomischer Projekte um 1700". 

Ende des 17. Jahrhunderts war die Nürnberger Sternwarte die einzige größere Sternwarte in ganz Deutschland. Ihr Gründer Georg Christoph Eimmart öffnete sie für die gesamte Bevölkerung. Und er bildete Assistenten aus, die er in Mathematik, Astronomie und Vermessungskunst schulte – Peter Kolb war einer von ihnen. Solche Kenntnisse waren u. a. unentbehrlich für die kartographische Erfassung größerer Gebiete. Peter Kolb fand aber einen Mäzen, der ein ehrgeiziges astronomisches Projekt verfolgte. Der Baron von Krosigk schickte ihn ans Kap der Guten Hoffnung. Durch gleichzeitige Observationen von Berlin und vom Kap aus sollte u.a. der Abstand des Mondes von der Erde genauer bestimmt werden.

Der durch zahlreiche Publikationen ausgewiesene Astronomiehistoriker Dr. Hans Gaab erzählt von Eimmarts Sternwarte und von Peter Kolbs Nürnberger Zeit, er stellt Krosigks Projekt vor und vergleicht Kolbs letztlich gescheiterte afrikanische Mission mit den späteren erfolgreichen Unternehmungen des französischen Astronomen Nicolas-Louis de Lacaille.

Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Gewölbe des Alten Schlosses. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant, der Gelegenheit für Gespräche mit dem Referenten bietet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.