Vernissage "Ex Libris der Sammlung Haffki - Rund um den Weiher"
Um 19 Uhr im Gewölbe des Alten Schlosses
"Ex Libris" heißt zu Deutsch: "Aus meinen Büchern" oder "Aus der Bücherei von …". Es ist ein Bucheigner-Zeichen, ein Besitznachweis, und hatte neben dem Schmuck der Bücher vor allem den Zweck der Buch-Rückgabe.
Im 15. Jahrhundert entstand das Ex Libris, die kleinen Blätter, die man zur Dokumentation des Besitzes in den vorderen Einbanddeckel eigener Bücher klebte: Gelehrte und Gottesmänner haben das Ex Libris, meist im Auftrag der Fürsten, als erste benutzt. Kennzeichnungen des Besitzes finden sich zu allererst in Inkunabeln (Anfangserzeugnisse des Buchdrucks, Wiegen- und Frühdrucke).
Welches das erste Ex Libris ist, darüber streiten die Experten. In frühen Bibliotheken, naturgemäß die der hohen Herren, der Fürsten und vor allem auch der Klöster, waren die Bücher zunächst ausschließlich mit den Wappen der großen Familien (Heraldische Ex Libris) gekennzeichnet. Die wohl bekanntesten Blätter sind die Es Libris von Albrecht Dürer - und davon für den Staatsmann und Gelehrten Willibald Pirckheimer und für Hektor Pömer (um 1525) die wichtigsten und bekanntesten. Eine Wiedergeburt aus dem heraldischen Geiste des Mittelalters erlebte das Ex Libris über das Rokoko im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts.
Es wurde ein sehr beliebter Gegenstand des Sammelns. Die typischen Gebrauchsblätter zur Bücherkennzeichnung wurden ihrem Zweck entfremdet und Gegenstand teilweise sehr großer Sammlungen. Man begann von beliebten Künstlern Ex Libris anfertigen zu lassen, die vorwiegend oder nicht selten ausschließlich zu dem Zweck gefertigt wurden, getauscht zu werden. Auch Heinz Haffki, Ex Neustädter, gelernter Drucker und Druckgrafikfan, hat in vielen Jahren eine Große Sammlung zusammen getragen. Gegliedert in die Bereiche „Fastnacht und die Narren“ - „Die Drucker und Setzer“ - „Fränkische Künstler“.
Er zeigt aus seiner Sammlung Blätter "Rund um den Weiher", Fische, Angler, Boote, Pflanzen und Tiere. Im kleinen Gewölbe sind außerdem Arbeiten von drei Franken zu sehen: Rudolf Schiestl (Nürnberg), Rudolf Rieß (Nürnberg) und Georg Bauernfeind (Neustadt an der Aisch). Heinz Haffki bittet die Besucher der Vernissage ihr eigenes Ex Libris mitzubringen, er tauscht sehr gern.
Die Ausstellung wird am 19.05. um 19 Uhr im Gewölbe des Alten Schlosses offizell eröffnet. Der Sammler führt in das Thema ein und stellt die präsentierten Stücke vor. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant. Danach ist die Ausstellung vom 20.05. bis zum 30.08. zu den regulären Öffnungszeiten der Museen im Alten Schloss mittwochs, freitags, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen.